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Warum ich gerne selbständig bin

Symbolbild: © magele-picture, fotolia
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Eigentlich wollte ich schon immer selbständig sein. Unabhängig von einem Arbeitgeber, ohne Anweisungen und fernab strikter Regeln.

Das war ich jedoch nicht immer. Nach meinem Abitur legte die Bundeswehr großen Wert auf meine Anwesenheit. Und da das damals halt noch Pflicht war, kam ich dem drängenden Wunsch der Bundeswehr notgedrungen nach. Das war zwar zu 80 % verschwendete Zeit aber etwas Müßiggang nach all den Schuljahren fand ich durchaus recht angenehm.

Danach entschloss ich mich zu einem Studium. Eigentlich sogar zwei hintereinander (Deutsch, Philosophie, BWL), die ich aber recht schnell wieder abbrach — zum Glück — ! Das sehe ich natürlich erst jetzt im Nachhinein so. Aber das ist oftmals so im Leben. Aus einem Unglück oder Scheitern (Studium) ergeben sich in der Regel auch neue Wege und Chancen.

Bei mir war das direkt nach den Studienversuchen eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Und davon profitiere ich noch heute. Denn als gelernter Kaufmann ist man auch als selbständiger Unternehmer gut gerüstet, der ich nun seit 15 Jahren bin.

Und ich würde es immer wieder so machen!

Hier die wesentlichen Vorteile des Unternehmertums aus MEINER Sicht:

  • keine Konkurrenz im eigenen Unternehmen
  • Höhe des Gehaltes/Gewinn ist skalierbarer als bei Angestellten
  • recht freie Zeiteinteilung
  • weniger örtliche Gebundenheit
  • Entwicklung eigener Ideen
  • kein Chef der nervt
  • ich entscheide, für wen ich arbeite (Kunden kann ich mir aussuchen)
  • ich entscheide, wie lange ich arbeite (kein Renteneintrittsalter)
  • ich muss nicht in die Rentenversicherung einzahlen (private Vorsorge)

Gerade der erste Punkt gibt mir derzeit zu denken und bestätigen mich in meiner damaligen Entscheidung zur Selbständigkeit. Man bekommt derzeit das Gefühl, dass jeder Schüler unbedingt Abitur und ein Studium braucht, um überhaupt mal Geld zu verdienen.
Das Ergebnis: unglaublicher Konkurrenzdruck unter den jungen Leuten. Selbst einfache Sachbearbeiter-Stellen sind hart umkämpft und verlangen in Zukunft wohl immer höherwertige Abschlüsse.
Das nutzen die Unternehmen sicherlich gerne aus. Löhne werden gedrückt bzw. die Arbeitszeiten und Überstunden (unbezahlt) erklimmen neue Höhen. Dazu der Druck von Innen (Chef und Kollegen) und Außen (Welthandel, billige Arbeiter aus Übersee, „Roboterarbeiter“ in naher Zukunft).

Mein Tipp an alle, die sich nun orientieren und die berufliche Zukunft planen:

Erstmal eine gute Basis schaffen (Ausbildung, schnelles Studium, Selbststudium). Smart werden und Lebenserfahrung sammeln (Fehler gehören dazu, Scheitern auch). Möglichst noch warten mit der Familienplanung, keine Schulden (Neuwagen und Wohnung kann warten). Ein Business gründen, das die oben aufgelisteten Vorteile bietet. Gehe der Konkurrenz aus dem Weg. Das entspannt und macht mehr Spaß 🙂

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