Zum Unfall oder Anschlag am 19.12.2016 in Berlin (Weihnachtsmarkt)

jesuisberlin
Kommentar von Marcus Hanke, Witten

Ich bete für die Opfer, ich bete für Berlin, ich bete für Deutschland. Ich bete dafür, dass es ein Unfall war. Denn ein Anschlag im Herzen unserer abendländischen Seele, würde den Hasspredigern und Populisten in die Hände spielen. Und genau das, so ist zu vermuten, würden Terroristen damit hervorrufen wollen.

Terroristen hätten sich damit nicht nur an den Toten und Verletzten versündigt. Sie hätten mit einem Anschlag in der deutschen Hauptstadt, dem Zentrum der deutschen, christlichen Lebenskultur, ihr Gift in unseren freiheitsliebenden, toleranten, Weltoffenheit atmenden Organismus gespritzt. Wir dürfen das nicht zulassen. Wir müssen ein Gegenmittel gegen dieses, uns selbst zerstörende, Gift finden.

Wir leben in einer verunsicherten Welt, deren Umwälzung wir gerade erleben. Die vermeintliche Freiheit, die man uns durch das Internet gab, hat sich gegen uns gerichtet. Religionen, die schon seit Jahrhunderten gegeneinander ankämpfen, haben ein neues Schlachtfeld entdeckt. Das Blut fließt uns nun über unsere kleinen und großen Bildschirme entgegen. Hass und Angst wachsen in unseren einst unschuldigen Seelen und suchen ein Ventil. Der Druck entläd sich in banalen Schuldzuweisungen und Hasspostings. Jeder Anstand geht verloren. Und wir entschuldigen die Entgleisungen mit der Sorge um unser Vaterland und unsere Kindern.

Noch sind es verbale Entgleisungen. Noch sind es nur Stimmen, die auf das Gift reagieren und wiederum zu Gift werden. Doch was wird morgen sein? Was wird passieren, wenn die vergifteten, schreienden Hetzer, nicht nur verbal angreifen?!

Wir können nicht das Internet abschaffen. Auch können wir nicht jeden Terroristen stoppen. Wir können nur selbst dafür Sorge tragen, dass ihr Gift uns nicht zerstört. Denn genau das wollen sie.

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